LanguageTool
Grammatik-, Stil- und Rechtschreibprüfung mit dem stärksten Deutsch-Regelwerk unter den KI-Schreibhelfern.
LanguageTool
LanguageTool ist ein Grammatik- und Stilkorrektor mit dem stärksten Deutsch-Fokus unter den KI-Schreibhelfern. Es prüft nicht nur Rechtschreibung, sondern erkennt Stilprobleme, Nominalstil, Wiederholungen und falsche Kommas — also genau die Dinge, die Word und Google Docs übersehen. Für alle, die deutsche Texte schreiben müssen und kein Lektor-Budget haben, ist das der direkte Weg zu saubereren Abgaben.
Wofür du das nutzt
- Hausarbeiten vor der Abgabe prüfen. Nicht nur auf Tippfehler — LanguageTool findet auch Kommafehler vor Nebensätzen, falschen Genitiv, und stilistische Schwächen wie überlange Satzgefüge. Browser-Extension oder Editor direkt nutzen.
- Mails und formelle Texte polieren. Bewerbungs-Mail, Anfrage an den Professor, Praktikumsbericht — LanguageTool überprüft Anrede, Ton und Grammatik in Sekunden. Browser-Extension läuft im Hintergrund in Gmail, Outlook und allen Web-Formularen.
- Übersetzte Texte glätten. Nach DeepL klingt ein Text oft noch leicht maschinell. LanguageTool findet die grammatisch fragwürdigen Konstruktionen, die beim Übersetzen entstehen.
- Bewerbungsunterlagen durchkämmen. Lebenslauf, Anschreiben — bevor du Resume Worded für inhaltliches Feedback nutzt, sorgst du mit LanguageTool dafür, dass kein sprachlicher Fehler den ersten Eindruck ruiniert.
- Texte auf Stil verbessern. Die Premium-Stilprüfung erkennt Nominalstil, Passiv-Häufung und Füllwörter. Nicht zum Ghostwriting, aber zum Auffinden der Stellen, die du selbst nochmal anfassen solltest.
Stärken im Detail
- Über 20.000 Regelprüfungen auf Deutsch. Das ist deutlich mehr als die Standard-Grammatikprüfungen in Word oder Google Docs. LanguageTool kennt domänenspezifische Stilregeln und erkennt zum Beispiel „Doppeldeutigkeiten" oder typische Übersetzungsfehler aus dem Englischen.
- Browser-Extension für überall. Die Extension läuft in Gmail, Google Docs, Notion, LinkedIn, Overleaf — überall wo du im Browser tippst, prüft LanguageTool mit. Kein manuelles Kopieren nötig.
- Mehrsprachig in einem Dokument. Du schreibst auf Deutsch und zitierst auf Englisch? LanguageTool erkennt Sprachwechsel und prüft jeden Abschnitt in der richtigen Sprache.
- Europäisches Unternehmen mit DSGVO-Rahmen. LanguageTool wurde in Deutschland entwickelt (Langenscheidt-Nachfolge, heute Learneo Inc.) und bietet seit dem Datenschutz-Update Dezember 2024 ausdrücklich kein Training auf eingereichten Texten mehr — auch nicht im Free-Tier.
Grenzen & wo's hakt
- Kein inhaltliches Verständnis. LanguageTool prüft Sprache, nicht Argumente. Eine sachlich falsche These mit perfekter Grammatik bekommt grünes Licht. Für inhaltliches Feedback brauchst du Claude oder eine echte Lektor-Runde. Für komplettes Umschreiben lieber ChatGPT oder Le Chat nutzen.
- Stil-Vorschläge können den Schreibstil glätten. Wer einen bewusst eigenwilligen Stil schreibt, wird von manchen Vorschlägen genervt sein. Die Hinweise sind Angebote, keine Befehle — selektiv annehmen.
- Free-Tier ist schnell zu knapp. 10.000 Zeichen pro Textfeld und nur 3 KI-Umformulierungen pro Tag. Eine mittellange Hausarbeit sprengt das schon im ersten Kapitel, wenn du alles auf einmal prüfst. In Abschnitten arbeiten hilft.
- Premium lohnt sich erst ab regelmäßiger Nutzung. Wenn du zweimal im Semester eine Hausarbeit schreibst, reicht das Free-Tier mit etwas Geduld. Für Bachelor-, Master- oder regelmäßige englischsprachige Abgaben ist Premium sinnvoll.
- Kein Offline-Modus (Cloud-Version). Die Browser-Extension und der Web-Editor senden Texte an die Server. Wer lokal arbeiten will, kann die Open-Source-Desktop-Version nutzen — die ist aber weniger aktuell und ohne KI-Features.
Pricing (Stand 05/2026)
EU-Datenschutz-USP: LanguageTool hat seinen Sitz in Potsdam (Deutschland) und betreibt EU-Server. Kein Training auf Eingaben seit Dez. 2024 — auch im Free-Tier.
- Free — 10.000 Zeichen pro Textfeld, 3 KI-Umformulierungen/Tag, Basis-Grammatik- und Rechtschreibprüfung. Kein Training auf Eingaben (seit Dez. 2024).
- Premium Annual (~€4,99/Monat, d.h. ~€59,89/Jahr) — 150.000 Zeichen pro Textfeld, unbegrenzte KI-Umformulierungen, erweiterte Stilprüfung (20.000+ Regeln), persönliches Wörterbuch und Stil-Guide. Jahresabo ist die Bestseller-Option.
- Premium 2-Jahr (~€4,16/Monat) — Günstigste Option für Langzeitnutzung, 2-Jahres-Vorauszahlung.
- Teams — Geteiltes Wörterbuch und Stil-Guide für bis zu 20 Nutzer. Für Studi-Gruppen selten relevant.
- Studi-Rabatt — über languagetool.org/de/students (Hochschul-Mail-Verifikation). Aktuellen Rabatt auf der Seite checken (Stand 05/2026).
Praxis-Workflow
- Entwurf schreiben. Schreibe deinen Text erst fertig — Korrektur-Tools früh zu nutzen verleitet dazu, an Kleinigkeiten zu schrauben statt den Inhalt zu entwickeln.
- Abschnitt für Abschnitt prüfen. Im Free-Tier oder für große Texte: Kapitel einzeln in den Editor einfügen, nicht das komplette Dokument auf einmal.
- Hinweise selektiv annehmen. Rot = Fehler → immer anschauen. Gelb/Blau = Stil-Vorschlag → nur übernehmen wenn es wirklich besser klingt. Nie blind alle Vorschläge akzeptieren.
- Nach DeepL-Übersetzung nochmal drüber. Übersetzte Texte klingen oft leicht unnatürlich. LanguageTool findet die schiefen Konstruktionen.
- Finale Version im Editor abschließen. languagetool.org/editor gibt dir eine saubere Gesamtansicht mit Fehlerzähler — gut für den letzten Check vor der Abgabe.
Datenschutz (kurz)
LanguageTool wurde ursprünglich in Deutschland entwickelt und gehört heute zu Learneo Inc. (USA). Seit dem Datenschutz-Update Dezember 2024 werden Eingaben nicht mehr für das Modelltraining genutzt — das gilt explizit auch für den Free-Tier. Datenübertragungen in die USA laufen über das EU-US Data Privacy Framework und Standardvertragsklauseln. Hochsensible Texte (echte Klienten-Daten, vertrauliche Gutachten) solltest du trotzdem nicht einkippen — oder die lokale Open-Source-Desktop-Version nutzen, die komplett offline läuft.