Kostenlose Open-Source-Desktop-App für lokale KI-Modelle, Cloud-Anbindungen und MCP-Tools. Offline-Nutzung hängt davon ab, dass Modell und eingesetzte Tools lokal bleiben.
Jan ist eine kostenlose, quelloffene Desktop-App für KI-Chats. Du kannst heruntergeladene Modelle auf deinem Rechner ausführen oder externe Modellanbieter verbinden. Entscheidend für die Datenverarbeitung ist diese Auswahl: Ein lokales Modell kann offline arbeiten, eine verbundene Cloud-API erhält die dafür übermittelten Inhalte.
Jan Desktop bietet Modellverwaltung, Chats, eigene Assistenten, MCP-Anbindungen und einen lokalen OpenAI-kompatiblen API-Server. Der offizielle Download unterstützt Windows, macOS und Linux. Als aktuelle stabile Version verweist die Release-Seite am 4. September 2026 auf 0.8.4.
Daneben stellt der Anbieter Jan Agent und Tokamak als gesonderte Bausteine vor. Die Dokumentationsübersicht markiert Jan Agent noch als „Coming soon“. Das ist keine Zusage, dass ein solcher Agent schon vollständig in deinem Desktop-Download enthalten ist. Auch das auf der Startseite angekündigte Memory ist noch entsprechend markiert.
Die App steht unter Apache 2.0. Für lokale Ausführung fällt keine Token-Rechnung eines Cloud-Anbieters an; Hardware, Strom und die jeweilige Modelllizenz bleiben eigene Themen. Externe APIs werden nach den Bedingungen des verbundenen Anbieters abgerechnet.
Wähle ein Modell nach verfügbarem Arbeitsspeicher, Modellformat und Aufgabe. Die aktuelle Projektbeschreibung nennt für macOS als Orientierung 8 GB RAM für 3B-, 16 GB für 7B- und 32 GB für 13B-Modelle. Das ist keine Leistungsgarantie für jede Quantisierung oder Kontextlänge. Die frühere Empfehlung, pauschal ein bestimmtes 8B-Modell auf jedem 8-GB-Rechner zu verwenden, war zu weitgehend.
Installiere die aktuelle stabile Version und lade ein zur Hardware passendes Modell. Stelle zunächst eine Frage zu einem unkritischen eigenen Text und prüfe die Antwort am Original. Wenn du Offline-Nutzung testen möchtest, verzichte dabei auf Cloud-Modelle und externe Tools.
Mit LM Studio kannst du eine andere Desktop-Oberfläche für lokale Modelle vergleichen. Ollama passt, wenn du Modelle bevorzugt über die Kommandozeile bedienen möchtest. Ob ein lokales Modell für deine Aufgabe genügt, zeigt ein Test mit eigenen Beispielen, kein pauschales Ranking gegen Cloud-Modelle.
MCP-Anbindungen können Dateien oder externe Dienste zugänglich machen. Lokal laufende Inference allein hält solche Erweiterungen nicht automatisch offline. Prüfe Modellanbieter und Tool-Zugriffe getrennt. Die alte pauschale Zusage „keine Telemetrie, kein Cloud-Logging, alles bleibt lokal“ wurde nicht als Produkteigenschaft übernommen.
Abgerufen am 4. September 2026: Produktstatus (öffnet in neuem Tab), Funktionen, Plattformen und Lizenz (öffnet in neuem Tab), Stabile Version 0.8.4 (öffnet in neuem Tab), Desktop und gesonderte Agent-Produkte (öffnet in neuem Tab).